Entmenschlichung

November 1938 – Die sog. Reichspogromnacht.
1938-1939 – Höhepunkt der Appeasement-Politik gegenüber dem Dritten Reich. Die Wehrmacht besetzt Teile der Tschechoslowakei.

Entmenschlichung

Von Entmenschlichung sprechen wir, wenn einem Menschen oder einer Gruppe von Menschen die Menschlichkeit abgesprochen wird. Das kann z. B. durch den Vergleich zu Tieren, Insekten oder Krankheiten erfolgen. Die Entmenschlichung dient dazu, Menschen die natürliche Abneigung gegen das Töten anderer Menschen zu nehmen. Durch Propaganda wird der dominanten Gruppe vermittelt, dass die anderen „minderwertig“ sind, dass sie „keine Menschen“ sind und somit kein Recht haben, in der Gesellschaft zu leben. Der Opfergruppe hingegen werden Würde und Identität weggenommen. Manchmal sogar ihre Namen, die z. B. im Holocaust durch Nummern ersetzt wurden.
Der Entmenschlichung kann man entgegenwirken, indem man sich offen gegen Hassrede stellt, Hasspropaganda gesetzlich verbietet, Organisationen für illegal erklärt, die eine solche Propaganda verbreiten, und Personen, die Hass- oder andere Gewaltverbrechen begehen, sofort bestraft.

„Es muss auch der letzten Kuhmagd in Deutschland klargemacht werden, dass das Polentum gleichwertig ist mit Untermenschentum […] bis jeder in Deutschland jeden Polen im Unterbewusstsein als Ungeziefer ansieht.“ Anweisung Nr. 1306 des Reichspropagandaministeriums vom 24.10.1933

Izak Goldfinger wurde 1925 in Tropie geboren. Seine Eltern hatten dort eine große Landwirtschaft. Am Anfang der Besatzungszeit arbeitete er beim Straßenbau. Mit der Zeit verschärften sich aber die Repressalien gegen die jüdische Bevölkerung und die Familie verarmte immer mehr...